Maßnahmen gegen chronische Rückenschmerzen

Schätzungen zufolge leiden etwa 30 bis 70 Prozent der arbeitstätigen Bevölkerung unter – meist chronischen – Rückenschmerzen in Folge ihrer Arbeitsbelastung. Im Jahr 2010 belief sich der volkswirtschaftliche Schaden aufgrund von chronischen Rückenschmerzen auf rund 17,5 Milliarden Euro. (Quelle: Statista) Dabei gibt es viele Maßnahmen, die dabei helfen können, chronische Rückenleiden zu lindern oder ganz verschwinden zu lassen.

Erster Schritt: Ursachen finden

Es gibt viele verschiedene Erkrankungen, Angewohnheiten und Lebensumstände, die im Laufe der Zeit häufig zu chronischen oder akuten Rückenschmerzen führen.
Grundsätzlich wird in der Medizin zwischen zwei verschiedenen Formen von Rückenschmerzen unterschieden: Zum einen gibt es organische Rückenleiden, die auf Erkrankungen und Störungen im dorsalen Bereich (Tumore, Morbus Scheuermann etc.) zurückzuführen sind. Auf der anderen Seite gibt es funktionelle Rückenschmerzen, deren Ursache meist in einer falschen Sitzhaltung oder einer Überbelastung der Rückenmuskulatur zu finden ist. Genauere Informationen zu dieser Thematik finden Sie auf der Seite „Ursachen von Rückenschmerzen„.

Wenn die Ursache der Rückenschmerzen einwandfrei von einem Arzt festgestellt wurde, kann mit der Behandlung begonnen werden. Im Fall von organischen Rückenleiden wird häufig operiert, funktionelle Rückenschmerzen können mit Hilfe von mehr Bewegung, einer Umstellung der Ernährung oder Arbeitssituation oder Rückentraining behandelt werden. Dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Zweiter Schritt: Maßnahmen gegen chronische Rückenschmerzen

Eine Umfrage, an der 1.048 Deutsche über 18 Jahren teilnahmen, spricht eine deutliche Sprache: Lediglich 46 % aller Befragten klagen nicht über chronische Rückenschmerzen – demzufolge leiden die anderen 54 % unter Rückenschmerzen im Alltag.

Die beliebteste Maßnahme, um etwas gegen die Rückenschmerzen zu tun, ist mit 29 % mehr Bewegung im Alltag. Allgemein treiben viele Betroffene Sport, um die Symptome ihrer Rückenschmerzen zu lindern: 18 % betreiben gezieltes Rückentraining zu Hause, rund 10 % versuchen, sich im Alltag oder Beruf körperlich zu schonen oder besuchen Kurse gegen Rückenschmerzen im Fitnesscenter.
19 % der Befragten versuchen, ihre Rückenleiden mit Hilfe einer Reduzierung ihres Körpergewichts zu lindern, und lediglich 14 % lassen sich von einem Arzt behandeln.

(Quelle: Statista)

Daraus lässt sich ein Resultat ableiten: Rückenschmerzen sind in der arbeitstätigen Bevölkerung ab 18 Jahren weit verbreitet und viele Betroffene führen diese auf einen Mangel an Bewegung, zu viel Stress oder falsche Ernährung und als Folge dessen Übergewicht zurück.

Tatsächlich lassen sich viele Formen von Rückenschmerzen funktioneller Natur mit Hilfe von ausreichend Bewegung und einer Umstellung der Ernährung kurieren (Übungen, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Rückenmuskulatur zu stärken und zu entspannen, finden Sie auf der Seite „Übungen gegen Rückenschmerzen„).

Wenn Sie im Alltag Stress vermeiden, sich genügend bewegen und auf eine richtige Position beim Sitzen achten, können Sie chronische Rückenschmerzen vermeiden bzw. die Symptome effektiv lindern. Wenn die Rückenschmerzen langanhaltend und auch nachts auftreten, sollten Sie jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen, um ein organisches Leiden ausschließen zu können.